Es war einmal...

Es war einmal, vor langer Zeit, lange Zeit bevor das Wort existierte, ein wunderschönes, weisses Symbol auf feuerrotem Grund.

Es war einmal, vor langer Zeit, lange Zeit bevor das Wort existierte, ein wunderschönes, weisses Symbol auf feuerrotem Grund.

Tage und Nächte vergingen. Wochen und Monate folgten und hinterliessen abwechslungsreiche Jahreszeiten:

Der Frühling ist auf Besuch. Er haucht die Landschaft in ein kühles Blau.

Das Licht ändert seine Farbton, der Wind unterbricht seine Arbeit.

Die Sonne legt ihre rötliche Pracht über die Landschaft aus.

Trotzdem, es möchte mehr. Mit Händen alleine kann es nicht weit kommen.

Das Geschöpf erwacht früh und erwartungsvoll.

Der achte Tag fängt harmlos an

Die Neugier wuchs und wuchs.

Das Aufwachen ist wie immer ein Vergnügen.

Zum "Zmorge" gibt es Käse und frische Milch. Das will er ab jetzt zur Tradition machen.

Jeder Tag brachte etwas Neues.

Heute, nach einem weiteren erlebnisreichen Tag, wird ihm bewusst, was für ein Glückspilz er ist.

Dass ihm solche Namen mit Leichtigkeit einfallen, überrascht ihn immer wieder.

Es ist der Vollmond, der in dieser Nacht das Licht zum Schauspiel spendet.

Sepp hat Post bekommen.
Jetzt sitzt er vor der Haustür und öffnet den Briefumschlag. Der Hirsch steht am Waldrand. Sepp liest. Der Hirsch lässt den Blick in die Ferne schweifen. Sepp schluckt. «Studio Leutschenbach», murmelt er. Der Hirsch ahnt etwas. So kennt er den Sepp nicht.

Sepp denkt über das Denken nach.
«Ich denke, also bin ich», sagt er. «Wer hat das schon wieder gesagt?», überlegt er. »Habe ich jetzt gerade gedacht?» fragt er sich. «Ja, dann bin ich.»

Sepp will endlich einmal eine Weltstadt erkunden.
Die Maschine landet pünktlich am JFK Airport. Der Zollbeamte lässt ihn ohne Fragen passieren. Sepp eilt zum Ausgang, wo die Taxis stehen, um rasch in die City zu gelangen. Sein Magen knurrt. Er hat Lust auf italienische Küche.

Die Musik hatte ihn gepackt. Er will mehr davon.
Sami erzählt ihm von den englischen Rock Bands. Das sei Musik, die den Saal zum Dampfen und die Bühne zum Vibrieren bringe. Sami ist ein wandelndes Musiklexikon. Er zählt exotische Namen auf, wie Pink Floyd und verdreht dabei die Augen. Er schwärmt von Satchmo, dem frühen Latino-Wunder Santana und von Jennifer Lopez. Mahalia Jackson nennt er eine Wucht von einer Frau.

Sepp wirft den Wecker aus dem Fenster.
Er fällt nochmals in einen tiefen Schlaf. Caruso weckt ihn mit einem sanften Kitzeln. Sepp steht auf. Er weiss, in einer Stunde muss er in Casa Blanca sein.

Die Natur öffnet das Wetterbuch auf Seite 24
Die Sonne hat sich noch nicht blicken lassen, ihr sind ein paar müde Wolken im Weg, die sein heutiges Ziel verdecken. Den Weg dorthin hat er jedoch in Gedanken viele Male begangen. Er fühlt sich gut und istr bereit, loszuziehen.

Dieses Dreigestirn der Alpen weckt seine Abenteuerlust.
Er hat sie zu verschiedenen Tages- und Jahreszeiten studiert. Jeder dieser Gipfel zeigt einen unverkennbaren Charakter. Einladend im Sommer, abweisend und unberechenbar in den kalten Monaten.

Caruso wird langsam ungeduldig.
Er sitzt schon eine Weile auf der Unterlippe des schlafenden Genossen und beobachtet ihn scharf. Zwischendurch steckt er seine Fühler in dessen Nasenlöcher, um ihn aufzuwecken. «Hat der einen Schlaf!» Dann scharrt er mit den Hinterbeinen. Nichts wirkt.

In dieser Nacht wurde ein Star geboren.
Der Steinbock hatte den Gesprächsstoff für die nächsten vier Jahre geliefert. Nach einem tosenden Applaus sprang Sami vom Fels, Minnie hatte er ganz vergessen, und lief zum Steinbock. Das war sein neues Idol und der Massstab für seine Karriere als Bühnenstar. Weniger war für ihn nicht denkbar. Er spürte es, die Bühnenpräsenz war ihm in die Wiege gelegt worden.

Er ist grad im Begriff, sich in einen neuen
Traum einzufädeln, da passiert es.
Sepp liegt auf einem gefällten Baumstamm. Plötzlich hört er ein Geräusch, setzt sich auf und schaut auf seine Armbanduhr. «Was soll denn das?» lacht er, «die hab ich ja noch gar nicht erfunden.»

Sepp löscht das Licht, und schon geht's los.
Er träumt, Muhammad, der Stammesfürst der Tuaregs, habe ihm einen Tagelmust geschenkt - den blauen Baumwollschleier, der sein Gesicht vor Wind und Wetter schützen wird. Und einen Dolch mit Silbergriff, verziert mit rotem Achat und Ebenholz.
Peter Kunz:
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An einem herrlichen Augusttag habe ich das Starbucks Cafe an der Alton Road in Miami Beach betreten.